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Tiefe Einblicke im Netz

Momentan bestimmen ja die Streitigkeiten um den Datenschutz bei Google Street View die tagesaktuellen Diskussionen wie kaum zuvor. Keiner will, dass sein Haus, sein Garten oder sonst irgend etwas, was er als persönlich oder sogar intim betrachtet in dem Kartendienst abgebildet ist. Probiert man den Dienst mal selbst aus, dann kann man die Bedenken ein wenig verstehen.

Plötzlich Nachbarn

Denn man kann doch sehr eindeutig die Nachbarschaft erkundigen und auf der anderen Seite werden die entferntesten Gegenden auf einmal zur Nachbarschaft. Als ob man durch eine Straße spazieren geht, sieht man Menschen in den Fenstern stehen, im Vorgarten, solche die mit dem Hund unterwegs sind oder einfach nur auf ihren Liegestühlen in einem der schönen Ferienhäuser Kroatioen liegen. Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, und irgendwie fühlt man sich auf einmal wie ein Spanner. Da könnte man glatt auf die Idee kommen sich zu wünschen, die Bilder wären live. Was man da für Möglichkeiten hätte!

Virtuell zu Besuch

Doch auch mit den reinen Momentaufnahmen lässt sich die Phantasie beflügeln. Warum nicht mal gucken, wo der heiße Telefonflirt wohnt? Auf einem Stadtplan oder ähnlichem konnte man das ja schon immer, insofern einem die Adresse verraten wurde, aber nun könnte man virtuell durch die ganze Stadt spazieren und sich vom anderen Ende der Leitung dirigieren lassen. An der nächsten Ecke links, dann wieder rechts und dabei kann man sich ausmalen, was man alles tun möchte wenn man sich trifft. Das Haus des Gegenübers vermag dann vielleicht auch noch weiter die Phantasie zu beflügeln. Wer seine Adresse nicht preisgeben will, kann sich ja an irgendeinem Ort in der Stadt zu einem geheimen Rendezvous verabreden und auf dem Weg begegnet man bestimmt interessanten Dingen oder Menschen, die die Phantasie anzuregen vermögen.

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