Unsere Evolution und was sie für das Sexualverhalten der Geschlechter bedeutet
“Das ist wie fliegen”, “das ist besser als Sex!” – solche Aussprüche dienen dazu, ein ganz besonders intensives, positives Gefühl auszudrücken. Je nachdem, welchen Stellenwert Sex im persönlichen Leben einnimmt, würde der Ein oder Andere vielleicht sagen, dass es nichts Besseres als den Geschlechtsverkehr gibt.
Andererseits streiten sich die Geister, ob Sex mit einer Professionellen besser ist, als mit einer Frau, die nicht der Sexarbeit nachgeht. Wenn Sex mit dem einem Partner besser sein kann, als mit einem anderen, dann muss es auch Dinge geben, die besser als Sex sind. Nutten aus Berlin, Hamburg, München und anderswo sind sich jedenfalls ziemlich sicher, dass sie die besseren Liebesdienerinnen sind und dass ihnen keine “Amateurin” etwas vormachen kann. Ein aussagekräftiger Vergleich dürfte hier allerdings schwer fallen, denn auch bei den Huren dürfte es bezüglich ihrer Leistung Unterschiede geben, nicht zu vergessen, dass jeder potenzielle “Tester” ganz eigene Vorlieben hat und man schließlich auch die emotionale Seite nicht aus den Augen verlieren darf, die bei den Prostituierten in der Regel nicht existent ist, bei einer nichtkommerziellen Bettgefährtin allerdings zumeist schon. Zumindest zu einem gewissen Grad, denn selbst bei einem One Night Stand kommt es eigentlich nur zum sexuellen Akt, wenn beiderseitige Sympathie besteht.
Das mit den persönlichen Vorlieben ist so eine Sache, denn das subjektive Empfinden beim Sex hängt maßgeblich damit zusammen, was die jeweiligen Akteure reizt, was sie heiß macht und wobei sie am intensivsten den rein mechanischen, körperlichen Reiz spüren können. Zudem unterscheiden sich die Prioritäten der Geschlechter erheblich. Den Männern geht es primär darum, ihren Trieb zu befriedigen, während den Frauen die körperliche Nähe und das Gefühl der emotionalen Geborgenheit wichtiger ist. Auch bei diesen Differenzen zeigt sich einmal mehr unser evolutionäres Erbe.
Während das biologische Ziel des Mannes darin besteht, seine Gene soweit wie möglich zu verbreiten, steht für Frauen im Vordergrund, einen Partner zu finden, der sich nicht nur als Erzeuger betätigt, sondern auch als Versorger für die Geschlechtspartnerin und seine Nachkommen eintritt und nicht sofort nach der Begattung weiter zieht.
Ganz hoch im Kurs steht bei Männern die orale Befriedigung, das oft als “Blasen” bezeichnete Fellatio. Auch viele Frauen mögen es, mit dem Mund verwöhnt zu werden, einigen jedoch ist dies eher unangenehm. Noch weniger angenehm finden die Damen es meist, selbst mit den Lippen an ihrem Partner aktiv zu werden. Diese Scheu hat sich innerhalb der letzten Jahrzehnte zwar gemindert, ist aber auch heute noch einer der Gründe, warum sich selbst Männer, die in einer festen Beziehung sind, von einer Hure bedienen lassen. Diesbezüglich wird man auch nicht nur in Großstädten wie Berlin und Hamburg fündig.
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